„Tradition and Modernity" - Internationale Silvesterbegegnung 28. Dezember 2006 - 4. Januar 2007
Silvester 2006/2007: Auf den Spuren von „Tradition and Modernity"

Die Gruppe
Workshop
Silversterparty








Vom 28.12.2006- 04.01.2007 fand zum wiederholten male in Folge eine trinationale Silvesterbegegnung in Lublin (Polen) statt, welche die DPJA zusammen mit einem ihrer polnischen Partner, der Stiftung Nowy Staw, organisiert hatte. Die deutsche Gruppe im Alter von 18 bis 27 fand sich bereits am Abend des 27.12.06 im Münsteraner Hauptbahnhof ein, um gemeinsam gegen 23 Uhr nach Hamm und von dort mit dem Nachtzug nach Warschau und dann weiter nach Lublin zu fahren. Mit einem Bus ging es danach in die etwas abgelegene, knapp eine halbe Autostunde von Lublin entfernte Jugendbegegnugsstätte der Stiftung Nowy Staw in Nasutów, die aufgrund der zum Großteil nationalitätsgemischten Mehrbettzimmer eine gute Basis für eine schnelle Kontaktaufnahme bildete. Die insgesamt rund 50 Teilnehmer aus Polen, Deutschland und Weißrussland setzten sich knapp eine Woche lang auf unterschiedlichste Weise mit dem Aspekt von Tradition im Gegensatz zur modernen Realität vor dem Hintergrund der Silvesterfeier auseinander. Was feiert man heute noch? Was ist veraltet? Und wie unterscheiden sich die einzelnen Bräuche der verschiedenen Länder zum Jahresende voneinander? So wurden an den so genannten „Nationentagen" (Tage, die die einzelnen Nationengruppen selbständig planen, durchführen und so den anderen Teilnehmern etwas über ihr Land präsentieren) z.B. Einblicke in den Ablauf einer weißrussische Hochzeit, in die Zubereitung polnischen Weihnachtsgebäcks sowie in das Singen polnischer Weihnachtslieder und in das typisch deutsche „Dinner for one" am Silvesterabend gewährt.
"Dinner for one"
Silvesteressen
"Die Zgodas"








Die Gruppe war durch die gemeinsamen Workshops und Vorbereitungen sehr schnell ein Ganzes geworden. Auch wenn aufgrund sprachlicher Barrieren in einzelnen Fällen eine Kommunikation nur auf sehr lustigen Wegen wie dem Benutzen von Händen und Füßen oder Pantomime möglich war – es klappte! So war schon bald im ganzen Haus ein buntes Gewirr von Polnisch, Deutsch, Englisch, Weißrussisch und Russisch zu hören. Einen großen Teil des Programms nahmen die Silvestervorbereitungen ein. Die einzelnen Arbeitsgruppen waren multinational und sehr kreativ - so stand einer perfekten Silvesterparty nichts mehr im Weg.
Auch Fidel war da...

Die sehr informative historische Stadtführung durch die Altstadt von Lublin mit anschließender Zeit zur eigenen Erkundung war ebenso ein weiterer Programmpunkt wie der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Majdanek, der sehr nachdenklich und betroffen stimmte und zur Diskussion anregte. Kurzum: Die Fahrt war ein gelungener Mix aus integrativen Workshops, geschichtlichem Programm und genügend Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen. Viele der Teilnehmer, für die diese Fahrt die erste nach Polen war, möchten wiederkommen – und Polnisch lernen, nachdem sie, der Sprachanimationsspiele sei Dank, bereits während der Fahrt ein paar Wörter und Sätze aufgeschnappt hatten. An die polnischen Organisatoren: Dziękujemy dla wszystko!



Lubliner Altstadt
Letzter Abend
Lubliner Schloß
zurück druckversion